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Wissenschaft 1 Min. Lesezeit

Schenken und Glück: Befunde und Grenzen

Die Forschung zum Geben umfasst beobachtete Zusammenhänge und Experimente mit gemischten Ergebnissen. Ein statistischer Vergleich mit Einkommen bedeutet nicht, dass ein kleines Geschenk eine Gehaltserhöhung ersetzt. Ein nicht signifikanter Unterschied zwischen Beträgen beweist keine gleichen Effekte. Gruppendurchschnitte garantieren kein persönliches Glück. Wähle Geschenke nach deinem Budget und den Wünschen des Empfängers.

Der größte Test kam 2013, als Aknin und Kollegen Daten des Gallup World Poll mit 136 Ländern und 234.917 Teilnehmern analysierten. Sie fanden heraus, dass Spenden an wohltätige Organisationen in 120 von 136 Ländern positiv mit dem Wohlbefinden zusammenhingen – selbst nach Kontrolle für Einkommen, Demografie und Ernährungssicherheit.

2008 führten die Psychologen Elizabeth Dunn, Lara Aknin und Michael Norton ein Experiment durch, das zum Meilenstein wurde. Sie gaben Teilnehmern einen Umschlag mit entweder 5 oder 20 Dollar und teilten sie zufällig in zwei Gruppen ein: Die einen sollten das Geld für sich selbst ausgeben, die anderen für jemand anderen.

Wissenschaft wäre keine Wissenschaft ohne Replikationsversuche. 2022 versuchten Kim et al., das ursprüngliche Experiment von 2008 mit 133 Teilnehmern zu replizieren. Mit demselben zusammengesetzten Glücksmaß fanden sie keinen signifikanten Unterschied – prosoziale Ausgeber waren sogar tendenziell weniger glücklich.

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