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Geschenkideen 28. April 2026 6 Min. Lesezeit

Geschenke, die niemand will: Der Anti-Guide

Wir waren alle schon mal da. Du packst ein Geschenk aus, zwingst ein Lächeln und denkst: “Das werde ich nie benutzen.” Es geht nicht um Undankbarkeit — manche Geschenke sind einfach objektiv schlecht. Hier ist die definitive Liste von Geschenken, die in Rente gehen sollten, und was du stattdessen schenken kannst.

Die Halle der Schande

1. Standardmäßige Duftkerzen

Nicht die handgegossene Kerze von der kleinen Manufaktur mit einem besonderen Duft. Wir meinen die Drei-für-fünf-Euro-Vanillekerze vom Discounter. Sie sagt: “Ich habe im letzten Moment an der Kasse an dich gedacht.”

Schenk stattdessen: Eine Kerze von einem lokalen Hersteller mit einem interessanten Duft (Zeder + Tabak, Feige + Olive, Meersalz + Treibholz). Oder vergiss Kerzen ganz und schenk ein Erlebnis.

2. “Lustige” Scherzartikel

Die Tasse mit “Vor dem Kaffee nicht ansprechen”. Die Socken mit dem “witzigen” Wortspiel. Das Schreibtisch-Spielzeug, das genau 30 Sekunden unterhält. Diese Geschenke werden für den Lacher beim Auspacken gekauft, nicht für das Leben des Beschenkten.

Schenk stattdessen: Etwas Lustiges UND Nützliches. Ein wirklich gutes Kochbuch mit einem absurden Titel. Ein Brettspiel, das ihr tatsächlich zusammen spielt. Humor, der irgendwohin führt.

3. Badezimmer-Sets aus der Drogerie

Das Lotion-Duschgel-Bodyspray-Set im Plastikkorb. Das seit Januar im Angebot ist. Niemand hat jemals eins davon aufgebraucht. Sie stehen unter dem Waschbecken bis zum nächsten Umzug.

Schenk stattdessen: Ein einziges hochwertiges Produkt, das wirklich benutzt wird. Eine gute Handcreme schlägt fünf mittelmäßige Lotions — immer.

4. Küchengadgets, die keiner wollte

Der Avocado-Schneider. Der Bananenhalter. Die “revolutionäre” Knoblauchpresse, die schwerer zu reinigen ist als ein normales Messer. Wenn nicht danach gefragt wurde, braucht man es nicht — und es lebt in der Kramschublade.

Schenk stattdessen: Verbrauchsmaterial: hochwertiges Olivenöl, besondere Gewürzmischungen, Spezialitätenkaffee. Dinge, die aufgebraucht, nicht gelagert werden.

5. Ratgeber (ungefragt)

Jemandem ein Buch mit dem Titel “Wie du endlich Ordnung schaffst” zu schenken, heißt im Grunde: “Ich habe diagnostiziert, was bei dir falsch läuft, und hier ist das Rezept.” Wenn die Person nicht ausdrücklich danach gefragt hat — lass es.

Schenk stattdessen: Ein Buch in einem Genre, das sie lieben. Frag, was sie zuletzt gelesen haben und was ihnen gefallen hat. Oder einen Gutschein für ihre Lieblingsbuchhandlung.

6. Fitnessstudio-Abo oder Sportgeräte

“Hier, ein Jahresabo fürs Gym” heißt übersetzt: “Ich finde, du solltest mehr Sport machen.” Selbst wenn die Person fitter werden möchte — das ist eine persönliche Entscheidung, kein Geschenk.

Schenk stattdessen: Wenn die Person sportlich ist, schenk Equipment, das sie begeistert: gute Sportkopfhörer, eine hochwertige Trinkflasche oder einen Gutschein für eine Sportmassage.

7. Weitergeschenkte Gutscheine mit Restbetrag

Eine Starbucks-Karte mit 2,47 € drauf. Ein Restaurantgutschein für ein Lokal, das geschlossen hat. Wir sehen es, und es beeindruckt nicht.

Schenk stattdessen: Einen frischen Gutschein für einen Ort, an den die Person wirklich geht, mit einem runden Betrag. Oder noch besser: Geh selbst mit ihr hin.

8. Parfum nach eigenem Geschmack ausgesucht

Duft ist etwas zutiefst Persönliches. Was dir fantastisch riecht, kann für andere nach Aufzug riechen. Wenn du nicht den exakten Lieblingsduft kennst — ist das ein Minenfeld.

Schenk stattdessen: Ein Discovery-Set einer Marke, die ihnen gefällt. Kleine Proben lassen sie ihren Liebling selbst finden.

9. Kleidung in der falschen Größe

Größe raten ist riskant. Danebenliegen — besonders nach oben — ist unangenehm. “Oh, ich dachte, du bist eine L” ist kein Satz, den jemand beim Weihnachtsessen hören will.

Schenk stattdessen: Accessoires ohne Größe: Schals, Taschen, Schmuck. Oder frag direkt — daran ist nichts Peinliches.

10. “Spende in deinem Namen”

Das ist umstritten. Für einen guten Zweck spenden ist wunderbar. Aber wenn der Beschenkte eine Karte bekommt, die sagt “Wir haben für den Regenwald gespendet statt dir was zu kaufen” — ist das dein Wohlfühlmoment, nicht seiner.

Schenk stattdessen: Wenn du spenden willst, tu es zusätzlich zu einem kleinen persönlichen Geschenk. Oder spende für eine Sache, die der Person am Herzen liegt, und leg einen handgeschriebenen Zettel bei, warum du das gewählt hast.


Das Muster hinter schlechten Geschenken

Fällt dir auf, was alle gemeinsam haben? Sie sind generisch. Man könnte sie buchstäblich jedem schenken. Der Avocado-Schneider sagt nicht “Ich kenne dich.” Das Badeset sagt nicht “Ich habe an dich gedacht.”

Gute Geschenke sind spezifisch. Sie beziehen sich auf ein Gespräch, eine gemeinsame Erinnerung, eine bekannte Vorliebe. Sie sagen: “Ich habe zugehört.”

Die einfachste Lösung

Frag. Im Ernst. “Was wünschst du dir zum Geburtstag?” ist nicht unromantisch — es ist respektvoll. Und wenn du die Überraschung bewahren willst, bitte um eine Wunschliste.

Eine WishlyBox-Wunschliste lässt Menschen genau teilen, was sie sich wünschen — mit Fotos, Links, Preisen und Prioritäten. Schluss mit Raten und Kramschubladen voller Avocado-Schneider.

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